"Sie bringen das Leben mit" - In der Demenz nicht versinken - dabei helfen in Aja's Gartenhaus Ehrenamtler. Lesen Sie mehr im Artikel von Bernd Kleiner in "Parität" 5/2009
Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei uns sehr. Für ein Orientierungsgespräch nehmen Sie bitte Kontakt auf
- mit Frau Michaela du Mesnil unter der Nummer 0163-63 018 08 an (E-Mail: m.dumesnil(at)haus-aja.de)
- oder für eine Aufgabe in Aja's Gartenhaus mit Frau Renate Kettner 069-530 93 - 808 (christiane(at)haus-aja.de). Lesen Sie auch hierzu unseren Flyer.
Das "Ehrenamt" oder - wie es neuerdings auch genannt wird - das "bürgerschaftliche Engagement" ist aus dem Haus Aja Textor-Goethe nicht mehr wegzudenken.
Neben dem ehrenamtlichen Engagement vieler Bewohner des Hauses (mehr als 30!) arbeiten zur Zeit ca. 50 "externe" Ehrenamtliche in verschiedenen Bereichen. Gerne würden wir diesen Personenkreis erweitern und zwar vor allem im Bereich der Einzelbetreuung schwerstpflegebedürftiger oder dementer Bewohner. Aber auch in unserer Küche, im Garten und in der Hauswirtschaft sind ehrenamtliche HelferInnen herzlich willkommen.
Falls Sie Interesse an einer solche Tätigkeit haben, möchten Sie sicher gerne auch wissen, was wir unseren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bieten:
Integration im Team des jeweiligen Bereiches
Übernahme der Fahrtkosten
freies Mittagessen an ihren Arbeitstagen
Teilnahme an Fortbildungen
Einladungen zu Betriebsauflügen und Weihnachtsfeiern
Jahrestreffen zum gegenseitigen Austausch der Erfahrungen
bei Bedarf Einzelgespräche
Die Erfahrungen, die ehrenamtliche MitarbeiterInnen im Haus Aja Textor-Goethe gesammelt haben, können Sie am besten durch die beiden nachstehenden Interviews kennenlernen. Interview Frau Schweikart Interview Herr Pape
Eine Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ergeben, dass sich rund 22 Millionen Menschen in unserem Land ehrenamtlich engagieren, das heißt bei 66 Millionen Bundesbürger: jeder 3. Bürger über 14 Jahren übernimmt freiwillig eine Aufgabe ohne dafür bezahlt zu werden.
Im Laufe der Zeit hat das Ehrenamt eine Wandlung erfahren. Standen früher mehr die altruistischen Motive, wie "etwas für das Allgemeinwohl tun", "anderen Menschen helfen wollen" im Vordergrund, so ist man heute der Meinung, dass Ehrenamt vor allem auch Spaß machen muss.
Ehrenamtliches Engagement gibt die Möglichkeit, seine freie Zeit sinnvoll zu gestalten, Menschen kennen zu lernen, sich persönlich weiter zu entwickeln… Viele Menschen berichten auch, dass ihnen ihre ehrenamtliche Tätigkeit geholfen hat, eine Lebenskrise zu überwinden.
Am 29. April 2008 wurde dem Haus Aja Textor-Goethe von der Frankfurter Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld der Altenhilfepreis der Stadt Frankfurt verliehen.
Anlass für diese alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung war das Programm „Aufbau eines quartierbezogenen Freiwilligenmanagements“, mit dem gezielt Mitbürger aus dem Stadtteil zu ehrenamtlichem Engagement ermutigt wurden, um sie in den Alltag des Neubauprojekts Aja’s Gartenhaus einzubinden. Leitmotive für das Projekt waren: Alltagsnormalität (für die Bewohner), Kooperation (zwischen Pflegeexperten und interessierten Bürgern), Stadtteilorientierung, Alterskultur, professionelle Koordination, Selbstorganisation und bauliche Verankerung des bürgerschaftlichen Engagements (Wohnraum für bürgerschaftlich Engagierte in der Dachetage).
Die vier überschaubaren Wohngruppen für je acht Menschen mit Demenz in Aja's Gartenhaus eignen sich in besonderer Weise für den Einsatz von freiwilligen Helfern unterschiedlichster Vorkenntnisse und Altersgruppen. Rund 25 Ehrenamtliche sind seit Eröffnung von Aja’s Gartenhaus im Juli 2007 dort regelmäßig tätig. Durch die Anwesenheit der Ehrenamtlichen - wöchentlich verbringen sie ca. 50 Stunden mit den Bewohnern - sind die Bewohner besser in das Stadtteilleben eingebunden, ihre Lebensqualität ist spürbar bereichert. Aktivitäten wie gemeinsames Spazierengehen im benachbarten Sinaipark, Einkaufen in den lokalen Geschäften, Teilnahme an Gottesdiensten der Kirchengemeinden im Stadtteil oder den Besuch von Veranstaltungen im benachbarten Rudolf Steiner Haus sind ohne den Einsatz von Freiwilligen nicht denkbar. Daneben bereichern die Ehrenamtlichen die Bewohner auch in ihren Wohngruppen regelmäßig durch gemeinsames Backen oder andere Haushaltsaktivitäten, Klavier spielen, vorlesen, erzählen, zuhören und vieles mehr.
Zwei Ansprechpartnerinnen kümmern sich um fachliche und persönliche Fragen rund um das Ehrenamt.
Links: Pressebericht FNP 29.4.2008, Pressebericht FAZ 30.4.2008, Fachbeitrag in"sozialwirtschaft aktuell" 4/2008

