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Nikodemus Werk
Entstehung


Wie wir entstanden sind
Das Nikodemus Werk gründete sich 1977 aus der anthroposophischen Bewegung und der Bewegung für religiöse Erneuerung – Die Christengemeinschaft. Seine Mitglieder sind initiative Menschen und Einrichtungen, die den geistigen Impuls einer anthroposophisch erweiterten Altenpflege umsetzen und ständig weiterentwickeln wollen.

Was uns am Herzen liegt

Deshalb versteht sich das Nikodemus Werk als ein Forum ...

... der gegenseitigen Beratung und Unterstützung
... zum Auf- und Ausbau von Beziehungen und Netzwerken für eine zukunftsorientierte Alterskultur
... zur Entwicklung zeitgemäßer - spirituell erweiterter - Umgangs-, Arbeits-, Lebens- und Lernformen
... zur Qualitätssicherung und -entwicklung
...des Mitwirkens beim Erforschen und Beantworten der großen
Menschheitsfragen unserer Gegenwart, insbesondere zum Sinn von Krankheit, Sterben und Tod und des (hohen) Alters.

Bereits seit 1997 praktizieren unsere Mitgliedseinrichtungen u. a. ein international anerkanntes Qualitätssicherungs- und -entwicklungsverfahren, das in Zusammenarbeit mit der "Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung" München entwickelt wurde.
Auf dieser Grundlage vergibt das Nikodemus Werk seit 2005 sein eigenes "Nikodemus Werk- Qualitätssiegel" nach unabhängigen sachverständigen Qualitätsprüfungen, ähnlich dem Demeter-Siegel.

Weiterhin engagiert sich das Nikodemus Werk für die Erforschung und Entwicklung einer Alterskultur, die sich an einem humanistischen Menschenbild orientiert. So gehörte es im Jahre 2004 zu den Mitbegründern des "Instituts für Alterskultur" in Paderborn. Das Nikodemus Werk erhält keinerlei Zuschüsse aus Öffentlichen Händen und finanziert seine Arbeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Zuwendungen, Stiftungen und Spenden.


"Schmerz - unumgängliches Übel oder auch notwendige Entwicklungshilfe?" - so lautet der etwas provokative Titel der Altenpflege-Fachtagung des Sozialwerks der Christengemeinschaft vom 15.-18.2.2012 in Kassel. Mehr ...



Feuilleton
Feuilleton

*Hirnforschung*

In ihrem Artikel fasst Dr. Silke Kirch, Geisteswissenschaftlerin und u. a. Kunsttherapeutin, die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung zusammen. Eindrucksvoll und verständlich erläutert die Autorin, wie das Hirn sich bis ins fortgeschrittene Alter weiter entwickeln kann und wie wichtig emotionale Bindungen als Schutz vor biologischen Stressfaktoren sind.

 

*Kunsttherapie bei Demenz*

„Nicht nur Menschen mit Demenz profitieren“ von der Kunsttherapie, denn in der gemeinsamen kreativen Arbeit erfahren alle Menschen einen Zugewinn. Voraussetzung ist, dass Räume für Begegnung geschaffen werden, in denen Menschen mit und ohne Demenz zusammentreffen können. Das DRK Bremervörde hat ein solches Angebot sichergestellt. Das „Offene Atelier“ wird von Michael Ganss, u. a. Kunsttherapeut, Gerontologie und Herausgeber der Zeitschrift Demenz. DAS MAGAZIN, in einem sehr lesenswerten Artikel vorgestellt.

 

*Leben ist wie Zeichnen, nur ohne Radiergummi*

Der Professor im Fachbereich Künstlerische Therapien in Alfter, Albrecht Warning, bricht eine Lanze für einen der natürlichsten Prozesse: das Altern. Leben ist wie Zeichnen, nur ohne Radiergummi beschreibt eindrucksvoll, wie sich der Mensch im Laufe seines Lebens verändert, was das für Ärzte und Therapeuten bedeutet, wie der alternde Mensch dies wahrnimmt und zuweilen von seinen daraus resultierenden Ängsten befreit werden muss.

 

*Leben ist jetzt*

Silke Kirch lässt in einem Artikel Leben ist jetzt eine Bewohnerin des Hauses Aja Textor Goethe in Frankfurt zu Wort kommen. Die optimistische 84jährige zählt zu den jüngeren Bewohnern des Hauses, doch alt gefühlt hat sie sich noch nie. Bei gleichaltrigen Promis im Fernsehen fällt ihr nur ein: „Wie sehen die denn aus?“ Ihr Leben hat sie gelehrt, dass es nicht darum geht, vor anderen zu bestehen, sondern nur vor sich selbst. Der Artikel hat auch der Interviewerin Mut gemacht: "Alles wird sich lösen"

 

*Billigpflege - ein folgenschwerer Irrweg*

Die Legalisierung ausländischer Billigpflegekräfte ist falsch. Wir - die Alten von morgen - werden das spüren. Mehr dazu im ZEIT-Artikel von Elisabeth Niejahr: „Bereut wird später“

Die Patientenverfügung

Vertrauen auf das, was ein Leben lebenswert macht

Mit dem Gesetz zur Patientenverfügung ist eine Diskussion in Gang gekommen, die weiter darüber hinaus geht, ob bestimmte Handlungen oder der Lebensschutz für den Arzt bindend sind. Angelika Sandtmann, 48, Germanistin und Philosophin, geht als Redakteurin der Zeitschrift „Die Drei“ den Fragen „Wie wollen wir sterben“ und „Wohin führt der Schmerz“ nach.

Kritisch sieht sie in der Buchbesprechung, dass Patienten nur als Krankheitsträger betrachtet werden; die Medizin den Menschen hinter seinen Organen und Organsystemen vernachlässigt. Sie fordert eine neue Sterbekultur, das Sterben als Wesentlich-Werden zu betrachten und wirft die Frage auf, ob man lernen kann, mit Schmerz umzugehen. Den Beitrag finden Sie in der anthroposophischen Kulturzeitschrift "Die Drei" (November 2010).


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