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Nikodemus Werk
Das Nikodemus-Werk-Qualitätssiegel


Das Nikodemus Werk e.V. vergibt seit 2005 ein eigenes anspruchsvolles Qualitätssiegel.

Dieses Nikodemus-Werk-Qualitätssiegel erhält eine Einrichtung nach drei Qualitätsprüfungen durch externe und unabhängige Sachverständige. Es bescheinigt der Einrichtung,

    1. dass sie alle fachlichen Anforderungen erfüllt, wie sie sich insbesondere aus den gesetzlichen Bestimmungen sowie den Qualitätskriterien der Heimaufsicht (HeimGesetz) sowie dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) ergeben;

    2. dass sie erfolgreich und nachhaltig ein internes Qualitäts-Management-Verfahren praktiziert, das den einschlägigen Bestimmungen (bis hin zu den Anforderungen der internationalen Norm DIN ISO 9001) entspricht;

    3. dass sie darüber hinaus nachweislich um eine Umsetzung von spirituellen anthroposophischen Impulsen in den Kernleistungsprozessen (insbesondere in Pflege, medizinischer Versorgung, Betreuung, Ernährung) bemüht ist.

Das Nikodemus-Werk-Qualitätssiegel wird nach Vorlage ausführlicher Begutachtungsberichte von einem unabhängigen Qualitäts-Ausschuss für die Dauer von 3 Jahren vergeben. Eine Einrichtung, die das Nikodemus-Werk-Qualitätssiegel erhalten hat, ist verpflichtet, das Siegel-Emblem sowie die Siegel-Urkunde gut sichtbar in der Einrichtung auszuhängen und bei Nachfrage auch den der Siegel-Verleihung zu Grunde liegenden Zertifizierungsbericht zu veröffentlichen.

Das Nikodemus-Werk-Qualitätssiegel ist somit in der Einrichtung ein Ansporn zur stetigen und zielgerichteten Weiterentwicklung. Gegenüber Angehörigen, Bewohnern und der Öffentlichkeit dient es der Transparenz des Leistungs- und Qualitätsniveaus. Es bildet Vertrauen und dient dem Verbraucherschutz.

Was ist "anthroposophische Pflege"?

Ausgehend von der Erkenntnismethode Rudolf Steiners wurden innerhalb der anthroposophischen Pflegebewegung seit 1923 zahlreiche Konzepte für Pflegepraxis, Ausbildung und Forschung entwickelt. Ziel Anthroposophischer Pflege ist es, Menschen in Phasen der Pflegebedürftigkeit zu helfen, ihren individuellen Weg auf der leiblichen, seelischen und geistigen Ebene zu gehen. Sie leistet damit, gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten, ihren Beitrag zur Verwirklichung einer spirituellen Heilkunst.

Auf der Homepage des "Verbands für Anthroposophische Pflege e.V." finden Sie nähere Informationen u.a. über folgende Einzelaspekte:
- das anthroposophische Menschenbild
- die funktionelle Dreigliederung
- die vier Elemente
- die 12 Sinne
- die 12 pflegerischen Gesten
- äußere Anwendungen
- die Begleitung Sterbender


"Schmerz - unumgängliches Übel oder auch notwendige Entwicklungshilfe?" - so lautet der etwas provokative Titel der Altenpflege-Fachtagung des Sozialwerks der Christengemeinschaft vom 15.-18.2.2012 in Kassel. Mehr ...



Feuilleton
Feuilleton

*Hirnforschung*

In ihrem Artikel fasst Dr. Silke Kirch, Geisteswissenschaftlerin und u. a. Kunsttherapeutin, die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung zusammen. Eindrucksvoll und verständlich erläutert die Autorin, wie das Hirn sich bis ins fortgeschrittene Alter weiter entwickeln kann und wie wichtig emotionale Bindungen als Schutz vor biologischen Stressfaktoren sind.

 

*Kunsttherapie bei Demenz*

„Nicht nur Menschen mit Demenz profitieren“ von der Kunsttherapie, denn in der gemeinsamen kreativen Arbeit erfahren alle Menschen einen Zugewinn. Voraussetzung ist, dass Räume für Begegnung geschaffen werden, in denen Menschen mit und ohne Demenz zusammentreffen können. Das DRK Bremervörde hat ein solches Angebot sichergestellt. Das „Offene Atelier“ wird von Michael Ganss, u. a. Kunsttherapeut, Gerontologie und Herausgeber der Zeitschrift Demenz. DAS MAGAZIN, in einem sehr lesenswerten Artikel vorgestellt.

 

*Leben ist wie Zeichnen, nur ohne Radiergummi*

Der Professor im Fachbereich Künstlerische Therapien in Alfter, Albrecht Warning, bricht eine Lanze für einen der natürlichsten Prozesse: das Altern. Leben ist wie Zeichnen, nur ohne Radiergummi beschreibt eindrucksvoll, wie sich der Mensch im Laufe seines Lebens verändert, was das für Ärzte und Therapeuten bedeutet, wie der alternde Mensch dies wahrnimmt und zuweilen von seinen daraus resultierenden Ängsten befreit werden muss.

 

*Leben ist jetzt*

Silke Kirch lässt in einem Artikel Leben ist jetzt eine Bewohnerin des Hauses Aja Textor Goethe in Frankfurt zu Wort kommen. Die optimistische 84jährige zählt zu den jüngeren Bewohnern des Hauses, doch alt gefühlt hat sie sich noch nie. Bei gleichaltrigen Promis im Fernsehen fällt ihr nur ein: „Wie sehen die denn aus?“ Ihr Leben hat sie gelehrt, dass es nicht darum geht, vor anderen zu bestehen, sondern nur vor sich selbst. Der Artikel hat auch der Interviewerin Mut gemacht: "Alles wird sich lösen"

 

*Billigpflege - ein folgenschwerer Irrweg*

Die Legalisierung ausländischer Billigpflegekräfte ist falsch. Wir - die Alten von morgen - werden das spüren. Mehr dazu im ZEIT-Artikel von Elisabeth Niejahr: „Bereut wird später“

Die Patientenverfügung

Vertrauen auf das, was ein Leben lebenswert macht

Mit dem Gesetz zur Patientenverfügung ist eine Diskussion in Gang gekommen, die weiter darüber hinaus geht, ob bestimmte Handlungen oder der Lebensschutz für den Arzt bindend sind. Angelika Sandtmann, 48, Germanistin und Philosophin, geht als Redakteurin der Zeitschrift „Die Drei“ den Fragen „Wie wollen wir sterben“ und „Wohin führt der Schmerz“ nach.

Kritisch sieht sie in der Buchbesprechung, dass Patienten nur als Krankheitsträger betrachtet werden; die Medizin den Menschen hinter seinen Organen und Organsystemen vernachlässigt. Sie fordert eine neue Sterbekultur, das Sterben als Wesentlich-Werden zu betrachten und wirft die Frage auf, ob man lernen kann, mit Schmerz umzugehen. Den Beitrag finden Sie in der anthroposophischen Kulturzeitschrift "Die Drei" (November 2010).


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