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Nikodemus Werk
Nikodemus-Werk-Qualitäts-Siegel


Am 12. Dezember 2006 wurde dem gesamten Haus Aja Textor-Goethe inkl. seinem ambulanten Dienst "Melissa"  in Anwesenheit der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und des Sozialdezernenten Uwe Becker erstmals die Urkunde für das  "Nikodemus-Werk-Qualitäts-Siegel" verliehen. Das verliehene Siegel der Stufe 2 (Stufe 1 ist die Grundstufe) umfasste alle damaligen Leistungsbereiche des Hauses (Pflege, Küche, Hauswirtschaft, ambulanter Dienst Melissa) und war 3 Jahre lang gültig.

Bei der erneuten 3-tägigen Begutachtung im Oktober 2009 durch die beiden unabhängigen Gutachter der Social-Cert GmbH wurde neben dem ambulanten Dienst Melissa auch "Aja's Gartenhaus" (2007 eröffnet) mit einbezogen. Das Ergebnis war eine Premiere: Die Gutachter empfahlen erstmalig in der Siegel-Geschichte die höchste Siegelstufe 3 (s. Urkunde)!

Auszug aus dem Begutachtungsbericht:
"Die im Haus Aja, Melissa und im Gartenhaus arbeitenden Menschen stellen mit ihrem herzensgeleiteten Engagement ein Musterbeispiel praktzierter Altenhilfe dar.(...) Die hervorragend sich entwickelnden QM-Systeme sind sehr ausgereift und sorgen für entsprechendes Vertrauen in die Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit gemäß der eigenen Ausrichtung und Ziele. Getragen werden diese von dem großen Mut, der erlebbaren Offenheit und der Einsicht in die Notwendigkeit, die Beziehungsqualität mit allen darin liegenden Herausforderungen als Quell für hervorragende Ergebnisse und lebendige Prozesse in den Mittelpunkt zu stellen, statt sie rigidem prozessmanagement unterzuordnen."

Verwaltung und Haustechnik - qualitätsgeprüft nach DIN ISO 9000


Die Verwaltung des Hauses Aja Textor-Goethe war im Mai 2002 die erste Frankfurter Heimverwaltung, die mit einem Qualitätszertifikat nach DIN ISO 9001 ausgezeichnet wurde. Das Zertifikat wurde von der Zertifizierungsgesellschaft Social-Cert GmbH nach umfangreicher Überprüfung im Januar 2009 für weitere drei Jahre vergeben, gleichzeitig wurde das Qualitätszertifikat ausgeweitet auf die Haustechnik im Haus Aja Textor-Goethe. Dabei wird jährlich in Dokumentensichtungen und ganztägigen Vor-Ortbesuchen überprüft, ob das QM-System lebendig weiterentwickelt wird (s. Begutachtungsbericht März 2010 und zu Grunde liegende QM-Bewertung / Entwicklungsbericht).

Die Qualitätssicherungsnorm DIN EN ISO 9001:2008 - kurz DIN ISO 9001 - ist ein internationaler Standard für Qualitätssicherungssysteme. 9001 bezeichnet dabei die Nummer der Norm, 2008 steht für die Jahreszahl, in der diese Norm zuletzt überarbeitet wurde.

Die ISO 9001 wurde für Qualitätssicherungssysteme im technischen Bereich entwickelt und beschreibt hier, also in einem hoch standardisierten Bereich, Anforderungen an Qualitätssicherungssysteme. Die Forderungen der ISO 9001 haben sich für technische Bereiche (etwa in der Automobilindustrie) bewährt und haben weltweite Anerkennung gefunden. Auch im Bereich von Dienstleistungen lassen sich Qualitätssicherungssysteme nach dieser Norm problemlos prüfen, wenn diese sich auf eher formale, eindeutig regelbare Abläufe beziehen, wie etwa bei Speditionen oder in Verwaltungen von Altenhilfeeinrichtungen.

Es handelt sich dabei um Bereiche, in denen die Arbeitsabläufe weitgehend standardisiert und genormt ablaufen sollten, um Bewohnern und Angehörigen wie auch Kollegen Klarheit, Transparenz, Verlässlichkeit und Effektivität zu garantieren. Um in solchen Bereichen Qualität zu sichern, kommt es darauf an, dass die Abläufe vollständig und klar beschrieben und bekannt sind, und dass sich Alle genau an das Beschriebene halten. Genau dies sind die Grundforderungen der ISO-Norm, und deshalb sind solche Qualitätsbemühungen grundsätzlich nach ISO 9001 zertifizierbar.

Die ISO-Norm beschreibt aber nicht "richtige" Verwaltungsabläufe o.ä., sondern ausschließlich Qualitätssicherungssysteme. Das heißt: Sie beschreibt Anforderungen, wie die Qualitätssicherung der Verwaltung (oder eines anderen Bereichs) erfolgen muss, wenn der Umgang mit Qualitätsfragen wirksam sein soll. Am besten versteht man die ISO-Norm als eine Checkliste, anhand derer man das Qualitätssicherungssystem eines Bereichs auf Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit überprüfen kann.

Dazu gehören im Sinne der ISO-Norm genaue Beschreibungen der Arbeitsabläufe, ihre Transparenz und Bekanntheit, Vorkehrungen der Fehlerkontrolle und -vermeidung, Umgang mit Beschwerden, Klientenorientiertheit aller Abläufe usw.

Da in (verwaltungs-) technischen Abläufen die Dokumentation eine bedeutende Rolle spielt, ist dies eine der wichtigsten Forderungen, ebenso, dass mit den Formularen sinnvoll und sicher umgegangen wird. Die Norm fragt u.a.: Wie stellt die Einrichtung sicher, dass etwa bei der Aufnahme eines neuen Bewohners dieser alle benötigten Daten und Informationen angeben kann und erhält, dass diese unter dem Aspekt des Datenschutzes sicher verwaltet werden, dass alle betroffenen Personen darüber informiert werden und diese Daten jederzeit wieder auffindbar sind? Wichtig ist nach der Norm ebenfalls zu regeln, wer dafür verantwortlich ist, wer dabei mitwirkt, wer darüber entscheidet und wer darüber informiert werden muss. Dasselbe betrifft die Qualitätsaufzeichnungen. Was passiert, wenn Fehler geschehen, wie werden dies wahrgenommen, wie korrigiert, wie vermieden?
Wichtig für eine Verwaltung etwa ist es ebenfalls, dass die verschieden Abläufe transparent und Zusammenhänge wie Schnittstellen geklärt sind. Weiß der Mensch, der am Nachmittag am Empfang sitzt, darüber Bescheid, was am Vormittag lief? Weiß er, wohin und wie die Informationen fließen müssen?
Für solche Fragen fordert die ISO-Norm schriftlich festgelegte Verfahren. Dies soll allerdings kein Selbstzweck sein, sondern unter dem Gesichtspunkt der "Kundenorientierung" stattfinden.


Was ist eine Zertifizierung nach ISO 9001?

Da eine Norm nicht staatlich kontrolliert bzw. sanktioniert werden kann, wird die Einhaltung der Normelemente von freien Institutionen überprüft. Solche Zertifizierungsstellen unterwerfen sich selbst im Rahmen einer Akkreditierung (einem Anerkennungsverfahren) zahlreichen Regelwerken, die ihre Unabhängigkeit und Kompetenz sicherstellen. Damit dürfen diese Zertifizierungsstellen in einem streng geregelten Vorgehen bestätigen, dass die Bemühungen, die eine Einrichtung hinsichtlich ihrer Qualitätssicherung unternimmt, mit den Forderungen übereinstimmt, die in der Norm ISO 9001 festgelegt sind. Eine solche Bestätigung drückt sich in einem Zertifikat aus. Im Rhythmus von drei Jahren muss für das Zertifikat eine Wiederholungsbegutachtung durchgeführt werden. Jährlich wird in Zwischenbegutachtungen die Einhaltung der vereinbarten Maßnahmen überprüft.

Eine Zertifizierung nach ISO 9001 ist daher eine Überprüfung durch unabhängige sachverständige  Gutachter, ob das Qualitätssicherungssystem einer Einrichtung alle Forderungen, die in dieser Norm festgelegt sind, erfüllt bzw. ob sie sich nachweislich und dauerhaft darum bemüht, sie zu erfüllen.

Neues im Haus Aja Textor-Goethe
Neues im Haus Aja Textor-Goethe

* Donnerstag 24. Mai 16:30 Uhr „Kunststationen“ - Eröffnung der Bilderausstellung von Susanne Weber (Mitarbeiterin in Aja's Gartenhaus), anschließend Rundgang durch das Haus zu Skulpturen u.a. von Gisela Weber und Cornelia Falkenhan

* "Altwerden - Gunst oder Kunst?" Was bedeutet "Altersweisheit" heute - und was kann ich selber im Sinne einer "geistigen Altersvorsorge" dazu beitragen? Diesen Fragen widmete sich der 6. Tag der Alterskultur am 24. 3. 2012. Mehr in der Tagungsdokumentation...

* Die nächste Gelegenheit, das Haus im Rahmen einer Führung kennenzulernen: Freitag, 15. Juni um 14 Uhr, Treffpunkt im Foyer. Sonderführungen sind kurzfristig auf Anfrage möglich: 069-530 93-203

* Für unsere Betreuten Wohnungen gibt es leider lange Wartezeiten - aber in einem unserer Pflegebereiche gibt es derzeit einen freien Platz. Nähere Infos: Johannes Riesenberger Tel. 069-530 93-203

* 16. April 2012: der neue Haus-Kurier erscheint - er kann gerne tel. angefordert werden unter 530 930

* 27.7.2011: Haus Aja Textor-Goethe und Aja's Gartenhaus werden nach ausführlicher Begutachtung erneut als "verbraucherfreundliches Heim" ausgezeichnet. Mehr auf www.heimverzeichnis.de

* 11. Mai 2011: "sieben auf einen Streich..." - 7 Mitarbeiter/innen des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) stehen um 8:30 Uhr vor der Tür, um die unangemeldete "Qualitätsprüfung" gem. § 113 SGB XI durchzuführen. Die Ergebnisse liegen drei Wochen später vor: Mehr...

* FAZ-Journalistin Dr. Nadja Wolf hat unsere Mitarbeiterin Ulrike Welsch einen Frühdienst lang im Pflegebereich "Betula" begleitet, um den Reformbedarf der Pflegeversicherung alltagsnah zu erfahren. Ihr Bericht erschien am 12.1.2011.

* Aja's Gartenhaus erhielt Preis der Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung (Demenz-Support/Stuttgart) für "vorbildliche Milieugestaltung für Menschen mit Demenz". Mehr... 

* Pressebericht über den Stadtteil-Spaziergang mit historischen Anekdoten für EhrenamtlicheMehr...

* MDK-Pflegenoten - Sinn und Unsinn: Was sagen sie aus über gelebte Qualität in der Pflege? Mehr ...

* Man bekommt sehr viel Dankbarkeit zurück
Die Arbeit einer Altenpflegerin ist körperlich und seelisch anstrengend - für vier Auszubildende in der Senioren-Wohngemeinschaft Haus Aja Textor Goethe ist es dennoch ihr Traumberuf. Bericht der FAZ

* Verleihung des Altenhilfepreises der Stadt Frankfurt an das Haus Aja Textor-Goethe durch die Frankfurter Sozialdezernentin Frau Prof. Dr. Daniela Birkenfeld. Informationen auf unserer Seite "Ehrenamt"


 



Aktuelles aus Sozialpolitik und Wissenschaft
Aktuelles aus Sozialpolitik und Wissenschaft

"Alterskultur statt Pflegenot(en)"

Seit 2010 werden alle Pflegeeinrichtungen einem "Pflege-TÜV" unterzogen - dieses extrem bürokratische System steht derzeit aufgrund umfangreicher Schwachstellen zur Reformierung an. In einer vom Nikodemus-Werk in Auftrag gegebenen Studie werden diese systembedingten Schwachstellen zusammengefasst und praktikable Alternativen aufgezeigt. Lesen Sie mehr:
-Offener Brief zur dringend notwendigen PTV-Reform"
- Studie: Mut zum Neubeginn in der PTV-Reform: statt "Pflegenot(en) endlich Alterskultur entwickeln!

 

*Hirnforschung*

In ihrem Artikel fasst Dr. Silke Kirch, Geisteswissenschaftlerin und Kunsttherapeutin, die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung zusammen. Eindrucksvoll und verständlich erläutert die Autorin, wie das Hirn sich bis ins fortgeschrittene Alter weiter entwickeln kann und wie wichtig emotionale Bindungen als Schutz vor biologischen Stressfaktoren sind.

 

*Kunsttherapie bei Demenz*

„Nicht nur Menschen mit Demenz profitieren“ von der Kunsttherapie, denn in der gemeinsamen kreativen Arbeit erfahren alle Menschen einen Zugewinn. Voraussetzung ist, dass Räume für Begegnung geschaffen werden, in denen Menschen mit und ohne Demenz zusammentreffen können. Das DRK Bremervörde hat ein solches Angebot sichergestellt. Das „Offene Atelier“ wird von Michael Ganss, u. a. Kunsttherapeut, Gerontologie und Herausgeber der Zeitschrift Demenz. DAS MAGAZIN, in einem sehr lesenswerten Artikel vorgestellt.

 

*Leben ist wie Zeichnen, nur ohne Radiergummi*

Der Professor im Fachbereich Künstlerische Therapien in Alfter, Albrecht Warning, bricht eine Lanze für einen der natürlichsten Prozesse: das Altern. Leben ist wie Zeichnen, nur ohne Radiergummi beschreibt eindrucksvoll, wie sich der Mensch im Laufe seines Lebens verändert, was das für Ärzte und Therapeuten bedeutet, wie der alternde Mensch dies wahrnimmt und zuweilen von seinen daraus resultierenden Ängsten befreit werden muss.

 

*Leben ist jetzt*

Silke Kirch lässt in einem Artikel Leben ist jetzt eine Bewohnerin des Hauses Aja Textor Goethe in Frankfurt zu Wort kommen. Die optimistische 84jährige zählt zu den jüngeren Bewohnern des Hauses, doch alt gefühlt hat sie sich noch nie. Bei gleichaltrigen Promis im Fernsehen fällt ihr nur ein: „Wie sehen die denn aus?“ Ihr Leben hat sie gelehrt, dass es nicht darum geht, vor anderen zu bestehen, sondern nur vor sich selbst. Der Artikel hat auch der Interviewerin Mut gemacht: "Alles wird sich lösen"

 

*Billigpflege - ein folgenschwerer Irrweg*

Die Legalisierung ausländischer Billigpflegekräfte ist falsch. Wir - die Alten von morgen - werden das spüren. Mehr dazu im ZEIT-Artikel von Elisabeth Niejahr: „Bereut wird später“

Die Patientenverfügung

Vertrauen auf das, was ein Leben lebenswert macht

Mit dem Gesetz zur Patientenverfügung ist eine Diskussion in Gang gekommen, die weiter darüber hinaus geht, ob bestimmte Handlungen oder der Lebensschutz für den Arzt bindend sind. Angelika Sandtmann, 48, Germanistin und Philosophin, geht als Redakteurin der Zeitschrift „Die Drei“ den Fragen „Wie wollen wir sterben“ und „Wohin führt der Schmerz“ nach.

Kritisch sieht sie in der Buchbesprechung, dass Patienten nur als Krankheitsträger betrachtet werden; die Medizin den Menschen hinter seinen Organen und Organsystemen vernachlässigt. Sie fordert eine neue Sterbekultur, das Sterben als Wesentlich-Werden zu betrachten und wirft die Frage auf, ob man lernen kann, mit Schmerz umzugehen. Den Beitrag finden Sie in der anthroposophischen Kulturzeitschrift "Die Drei" (November 2010).


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