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Zeitgemäße AlterskulturEntwicklungIndividualitätAnthroposophie

Alterskultur statt Pflegenot(en)!

Seit 2010 werden alle Pflegeeinrichtungen einem "Pflege-TÜV" unterzogen - dieses extrem bürokratische System steht derzeit aufgrund umfangreicher Schwachstellen zur Reformierung an.

In einer vom Nikodemus-Werk in Auftrag gegebenen Studie werden zahlreiche systembedingten Schwachstellen zusammengefasst, die eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens unter fachlichen wie wirtschaftlichen Gesichtspunkten extrem problematisch erscheinen lassen. Darüber hinaus werden praktikable Alternativen aufgezeigt.

Hier finden Sie vertiefende Hintergrundinformationen zum Thema:
"Pflegenoten sind Ausdruck einer zeitgenössischen Erkrankung" (3 Seiten): Interview mit dem Gießener Soziologen und Theologen Prof. Dr. Reimer Gronemeyer

Studie: Mut zum Neubeginn in der PTV-Reform: Statt Pflegenot(en) endlich Alterskultur entwickeln! Studie zur überfälligen Reform der Pflegetransparenzvereinbarung (April 2012). Durchgeführt von der GAB München, Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung, Leitung Dr. Stefan Ackerman (62 Seiten)

Zusammenfassung der Studie (3 Seiten)

Qualität in Altenpflegeheimen: geprüft - transparent - benotet? Dokumentation der Fachtagung des Frankfurter Forum für Altenpflege "zur Zukunft der Prüfkultur" am 20.9.2012 im Plenarsaal des Frankfurter Römer unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Peter Feldmann

Weg mit den Pflegenoten! Interview mit Dr. Stefan Ackermann im DAMiD-Telegramm Mai 2012, herausgegeben vom Dachverband für Anthroposophische Medizin in Deutschland

Pflegenoten - Ausdruck unsäglichen Misstrauens. Kommentar von Franz J. Stoffer, Mitinitiator der Initiative "Moratorium Pflegenoten"

 

 

Auch der vom MDK Rheinland-Pfalz und der FH Hamburg im Januar 2013 veröffentlichte Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung  kommt zu einem sehr kritischen Fazit:

 „Die vorangegangenen Ausführungen legen allerdings die Vermutung nahe, dass anhand der derzeitigen Transparenzkriterien weniger die (pflegerische) Ergebnisqualität beurteilt werden kann, als vielmehr die Anpassungsfähigkeit der Einrichtungen an ein bestehendes Prüfverfahren. Zudem werden durch die PTVS scheinbar ungünstige Anreize gesetzt - und zwar für eine Umlenkung von Ressourcen von der direkten Pflege hin zu Dokumentationsaufgaben. Im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation (…) wurde darüber hinaus dargelegt, dass bei dem aktuellen Prüfinstrument hinsichtlich der klassischen Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) sichtbare Optimierungsbedarfe bestehen, dem Instrument zudem eine fragwürdige Bewertungssystematik zu Grunde liegt und ferner die Fallzahlen für die Bewertung einiger Kriterien so klein sind, dass es aufgrund mangelnder Robustheit zu einer verzerrten Schätzung kommen kann. Bezugnehmend auf diese Ergebnisse wurde die PTVS im August 2010 durch das Sozialgericht Münster als rechtswidrig eingestuft.

Die PTVS weist also erheblichen Überarbeitungsbedarf auf. Fraglich ist, ob es hierbei zielführend ist, das bestehende Instrument entsprechend zu überarbeiten, oder ob nicht letztlich das Ersetzen der PTVS durch ein neues, wissenschaftlich fundiertes Instrument die sinnvollere und auch Ressourcen schonendere Lösung wäre.“